Gruppenverfahren für afghanische Ortskräfte einführen

Zum anstehenden Truppenabzug aus Afghanistan erklären Omid Nouripour, Sprecher für Außenpolitik, und Luise:

Es ist dringend geboten, die Aufnahme afghanischer Ortskräfte und ihrer Familien in Deutschland zu vereinfachen. Viele Afghaninnen und Afghanen riskieren tagtäglich ihr Leben, um die Arbeit der Bundeswehr, Polizei, Botschaft und Entwicklungszusammenarbeit in Afghanistan zu unterstützen. Nun schauen sie mit großer Sorge auf den Abzug der NATO-Truppen zum 11. September 2021. Die Ortskräfte und ihre Familien dürfen während und nach dem Truppenabzug nicht im Stich gelassen werden.

Wir schließen uns insoweit den Forderungen von Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer an. Schon letztes Jahr haben wir einen konkreten Vorschlag für ein Gruppenverfahren auf den Tisch gelegt. Er wird am Mittwoch in den zuständigen Ausschüssen des Bundestages debattiert. Die Regierungsfraktionen haben dann die Möglichkeit zu zeigen, wie ernst sie es mit der Entbürokratisierung der Aufnahme afghanischer Ortskräfte meinen. Dies ist auch eine Frage deutscher Verantwortung und Solidarität für die Afghaninnen und Afghanen, die jahrelang unseren NATO-Einsatz unermüdlich unterstützt haben.

Unseren Antrag dazu findet ihr hier: Verantwortung anerkennen – Gruppenverfahren zur Aufnahme afghanischer Ortskräfte einführen