Statement zum Streit um die Höhe der AsylbewerberInnenzahlen

Im Streit um die Höhe der Zugangszahlen von Asylsuchenden in diesem Jahr sagt Luise:

Eines ist offensichtlich: Bei ihren vergangenen Prognosen lag das Bundesamt offensichtlich voll daneben. 190.000 Asylanträge liegen in der Warteschleife und das neu eingestellte Personal muss erst noch eingearbeitet werden, bevor es tatsächlich zum Bearbeiten der Asylanträge kommt. Es ist richtig, dass die Länder nun eine ehrliche Prognose erwarten, damit sie sich ausreichend auf die Aufnahme vor Ort vorbereiten können. Und bereits jetzt sollte die Bundesregierung weiteres geschultes Personal einstellen. Nicht nur der Rückstau, sondern auch die kommenden Anträge in diesem Jahr müssen schnellstens bearbeitet werden. In jedem Bundesland warten Syrerinnen und Syrer bereits seit Monaten auf eine Anhörung und sind am verzweifeln. Denn nur wenn sie als Flüchtlinge anerkannt werden, können sie ihre Familien aus dem Kriegsgebiet nachholen. Die Große Koalition hat in ihrem Koalitionsvertrag versprochen, dass sie die Bearbeitungsdauer auf 3 Monate heruntersetzen wollen. Von diesem Ziel sind sie jedoch noch meilenweit entfernt. Sie sollte ihr Vorhaben endlich ambitioniert angehen.
Hier findet Ihr Luises schriftliche Fragen zur Personalpolitik im Bundesamt .

Die Welt berichtete über die Diskussionen um die Höhe der Zugänge. Nachzulesen hier.