Schriftliche Frage: Altlasten am Wiking Eck in Schleswig

Luise hat kürzlich eine Schriftliche Frage zur Überprüfung des Sanierungsplans des Wiking Eck in Schleswig gestellt. Aus der darauf erhaltenen Antwort (171/August) geht hervor, dass die rechtliche Prüfung seitens des Bundes noch immer andauert.

Zur Antwort auf die Schriftliche Frage sagt Luise Amtsberg, Mitglied der Bundestags, Bündnis 90/Die Grünen:

“Die Beantwortung der schriftlichen Frage zeigt das Desinteresse des Bundes an einer zügigen Lösung des Problems. Während die gesundheitsschädlichen Substanzen der ehemaligen Teerpappenfabrik weiterhin ungehindert in die Schlei diffundieren, hakt es bei der Reaktionsfähigkeit des Bundes.” kommentiert Luise.

Joschka Knuth, Mitglied des schleswig-holsteinischen Landtags, Bündnis 90/Die Grünen, ergänzt:

„Wir fordern, dass der Bund Verantwortung übernimmt und sich zügig an einer Lösungsfindung beteiligt. Zeitnah sollte der Bund die juristische Überprüfung sowie die fachliche Bewertung abschließen und eine konstruktive Möglichkeit zur Sanierung des Gebiets finden. Pläne für eine mögliche Lösung liegen vor und sind bereits in Auftrag gegeben. Eine weitere Verzögerung durch den Bund ist nicht hinnehmbar. Wir vor Ort brauchen eine Antwort.”

Die Diskussion um die Altlasten am Wiking Eck in Schleswig wird seit langem geführt. Seit vielen Jahren gelangen unterirdisch hochtoxikologische Stoffe in den Wasserkörper der Schlei. Die Stadt Schleswig hat im Mai 2020  ein Sanierungsgutachten in Auftrag gegeben. Erst kürzlich hat auch der Kreis Schleswig-Flensburg in einer Pressemitteilung die Klärung zentraler Fragen gefordert. Diese Fragen, deren Beantwortung der Bund zugesagt hätte, seien laut dieser Pressemitteilung notwendig um Verantwortlichkeiten im Verfahren festzulegen.

Hier finden Sie die Schriftliche Frage sowie die Antwort der Bundesregierung:

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