keine Sprachkurse für afghanische Flüchtlinge

In einer schriftlichen Frage fragt Luise die Bundesregierung, auf welcher Grundlage die Bundesregierung einen großen Teil der Flüchtlinge in Deutschland von den Sprachförderprogrammen der Arbeitsagentur ausschließt. Teilnehmen an solchen Kursen darf nur, wer einen „rechtmäßigen und dauerhaften Aufenthalt“ erwartet. Trotz einer Gesamtschutzquote von fast 75% fallen unter diesen Ausschluss afghanische Flüchtlinge.

Die Antwort der Bundesregierung auf Luises schriftliche Frage zeigt, dass die Bundesregierung ihr Versprechen – Sprachkurse für Geflüchtete zu öffnen – nicht hält. Integration funktioniert aber nur über die richtigen Maßnahmen. Dazu gehört an aller erster Stelle das Erlernen der Sprache. Die Berechnungslogik der Bundesregierung ist äußerst fragwürdig und integrationspolitisch kurzsichtig.

“ Die Bundesregierung schließt bewusst viele Asylsuchende von Sprachkursen und Integrationskursen aus, indem sie eine niedrigere Anerkennungsstatistik zur Grundlage macht. Die Asylverfahren dauern lange und es wäre sinnvoll, wenn in dieser Zeit Deutschkurse für mehr als nur die Herkunftsländer Syrien, Irak, Eritrea und Iran angeboten werden.“

Der Tagesspiegel hat die schriftliche Frage aufgegriffen und darüber berichtet.