Personal in deutschen Auslandsvertretungen aufstocken

Schon im vergangenen Jahr hat Luise Amtsberg eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt, in der sie die schleppende Terminvergabe der deutschen Auslandsvertretungen und den daraus resultierenden Schwarzmarktterminhandel in Syrien und den Nachbarländern Syriens problematisierte. Auch jetzt, ein Jahr später hat die Bundesregierung keine Lösung gefunden – zu Lasten der Flüchtlinge in der Region.

Luise kommentiert die Situation in den Visastellen der deutschen Botschaften in Beirut und in Ankara wie folgt:

„Seit Monaten mahnen wir, dass besonders in Kriegs- und Krisengebieten die Kapazitäten in den deutschen Botschaften aufgestockt werden müssen, damit Menschen in einer solchen Notlage die Chance haben, dem Krieg zu entkommen. Die Bundesregierung aber ist untätig geblieben, obwohl Anträge auf Familienzusammenführung auch in Deutschland bearbeitet werden könnten. Dass die derzeitige Situation die Geschäftemacherei auf Kosten Schutzsuchender fördert und dazu führen kann, dass verzweifelte Menschen sich auf den tödlichen Weg über das Mittelmeer machen, ist ein weiterer Beweis für den Fehlgang in der deutschen Flüchtlings- und Asylpolitik.“

Über die Situation in den deutschen Botschaften berichtet die Huffington Post.