Kleine Anfrage: Integrationskurse-Zulassungsverfahren und Situation der Lehrkräfte ohne Zusatzqualifizierung

Trotz vieler gelieferter Statistiken kann die Bundesregierung nicht wirklich passgenau das zukünftige Integrationskursangebot und die Bedarfe planen. Denn unverständlicherweise werden weiterhin nicht die tatsächliche Kursauslastung, noch die Aufenthaltstitel der Teilnehmenden erfasst. Gute Planung sieht anders aus. Die Dauer von fast 4 Monaten bis zum tatsächlichen Beginn eines Integrationskurses ist deutlich zu lang. Nicht nachvollziehbar ist es, dass die Bundesregierung die so genannten Dublin Fälle von dem Integrationskursangebot ausschließt. Angeblich weil die Bleibeperspektive derjenigen schlecht ist. Dass viele der Flüchtlinge im Dublin-Verfahren aber lange Zeit und manchmal sogar für immer in Deutschland bleiben, spielt für die Bundesregierung keine Rolle. Das ist integrationspolitisch extrem nachlässig. Der Bundesregierung muss klar sein: Ohne Sprache keine Arbeit. Ohne Arbeit und Sprache keine Integration. Wir fordern, dass alle Asylsuchenden von Tag eins in Deutschland das Recht auf einen Sprach- und Integrationskurs erhalten.

Die Antwort der Bundesregierung findet ihr hier.