Zum Ende des Einsatzes der „Aquarius“ im Mittelmeer

Zum Ende des Einsatzes der „Aquarius“ im Mittelmeer erklärt Luise:

„Es ist ein Armutszeugnis für alle EU Mitgliedsstaaten, dass Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée ihren Einsatz auf dem Mittelmeer vorerst beenden müssen. Mithilfe des Rettungsschiffes Aquarius wurden seit 2016 fast 30.000 Menschen auf dem Mittelmeer gerettet. Allen Bemühungen beider Organisationen zum Trotz, wurde dem Schiff dieses Jahr schon zwei Mal die Registrierung entzogen. Dies geschah aus offensichtlich politischem Kalkül und als ein gezielter Angriff auf die Arbeit der ehrenamtlichen Rettungsorganisationen. Weder die Bundesregierung noch andere europäische Regierungen sind der Bitte um Unterstützung für die Rettung von Menschenleben auf Hoher See gefolgt. Dabei sollte allen klar sein: Weniger Seenotrettung bedeutet mitnichten, dass weniger Menschen auf seeuntaugliche Boote gezwungen werden. Weniger Seenotrettung bedeutet entweder, dass mehr Menschen in Libyen ausharren müssen oder eben bei dem Versuch der unmenschlichen Lage dort zu entfliehen auf dem Mittelmeer ihr Leben aufs Spiel setzen. Deshalb fordern wir, dass sich alle EU Mitgliedsstaaten endlich zu ihrer humanitären Verantwortung bekennen und sich für sichere Wege und zivile Seenotrettung einsetzen.“

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