Warum die Bundesregierung in Afghanistan nicht aktiv wurde

Ich bin erschüttert über die Entwicklungen in Afghanistan. Und es reicht mir nicht, am Ende politisch Recht gehabt zu haben!  Wir müssen darüber reden, warum die Bundesregierung den Ortskräften nicht zeitnah geholfen hat. Der Grund ist brutal aber auch simpel: Die innenpolitischen Erwägungen überlagern die deutsche Aussenpolitik seit Jahren. Es ging immer und zu jeder Zeit darum, die Abschiebungen nach Afghanistan zu rechtfertigen. Heiko Maas und Horst Seehofer haben das an erster Stelle zu verantworten. SPD und Union erzählen uns seit Jahren von angeblich sicheren Gebieten in Afghanistan und dass man dort sicher leben kann. Sie haben die Realität vor Ort geschönt und aus Angst vor einer Debatte über die Aufnahme von mehreren tausend Menschen die Ortskräfte geopfert. Alles, was jetzt vor Ort geschieht, hat einen Grund. Und dieser Grund heißt: Unterlassung. Aussenpolitische Verantwortungslosigkeit. Ignoranz.

In folgenden Medien kommentiert Luise die Politik der Bundesregierung:

Hier findet ihr den Antrag „Verantwortung anerkennen – Gruppenverfahren zur Aufnahme afghanischer Ortskräfte einführen“ von Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion.
Die TAZ hat die Bundestagsdebatte zu diesem Antrag nachgezeichnet. Es wird sehr deutlich, dass CDU/CSU und SPD noch im Juni eine unbürokratische Aufnahme der Ortskräfte vehement ablehnten.

Luises Statement auf Instagram zu Afghanistan