Wahlkreisbesuch bei den Metall-Experten in Kiel

Während ihrer Wahlkreiswoche im November 2014 besuchten Luise und Lutz Oschmann, Mitglied der Grünen Ratsfraktion, auEinladung des Geschäftsführers Dr. Mehl den Kieler Betrieb Metall-Experten Otto  Schlötel GmbH, um einen Einblick in einen mittelständischen Betrieb mit seinen Sorgen und Bedürfnissen zu bekommen.

Dr. Reinhard Mehl, ehemaliger Geschäftsführer von Blohm + Voss, kaufte den Betrieb 2010 und modernisierte ihn erfolgreich.

Schwerpunkt der Fertigung ist die Verarbeitung von Edelstahl und Aluminium für Yachtequipment, Bahntechnik, Industriekomponenten und Lebensmitteltechnik.

Derzeit beschäftigt der Betrieb 45 ArbeitnehmerInnen und drei Auszubildende.

Bevor es mit den Gästen zur Betriebsbesichtigung ging, nutzte Dr. Mehl die Gelegenheit der Bundestagabgeordneten und dem Ratsherrn seine Sorgen als Mittelständler näher zu bringen.Metall-Experten Dr. Mehl 17.11.14

Die Rente mit 63 ist für den Mittelstand, der auf Facharbeitskräfte angewiesen ist, kontraproduktiv. Der zunehmende Facharbeitermangel  wird in den nächsten Jahren dazu führen, das Aufträge nicht oder nicht zeitnah abgewickelt werden können. Ein Problem war der völlig unzureichende Service der Telekom bei der Ausrüstung der Firma mit Datendiensten, der Anschluss dauerte sehr lange und die Kapazitäten reichten nicht aus. Dr. Mehl sieht in der großen Zahl von frustrierten Managern in Großunternehmen ein Potential für Firmengründer und Geschäftsführer-Nachfolger von mittelständischen Betrieben. Nach seiner Ansicht gibt es viele erfahrene Manager, die mit 50 Jahren noch mal neu starten wollen. Für diese „Oldie-Startups“ gibt es keine entsprechenden Förderprogramm, eine neue Aufgabe für die Politik ein solches Programm z.B. bei der KfW zu entwickeln. Im Übrigen sieht Dr. Mehl die Förderlandschaft von SH mit IB, Bürgschaftsbank, MBG und WTSH sehr gut aufgestellt. Bemängelt wird das unzureichende Gewerbeflächenangebot in Kiel. Der Beschluss der Kieler Ratsversammlung zur Entwicklung der Gewerbeflächen wurde Dr. Mehl inzwischen übersandt.