Luise trifft Roland Jahn in der ehemaligen Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg

Die Geschichte der DDR und die Frage der Aufarbeitung dieses autoritären Regimes beschäftigt Luise seit Langem nicht nur politisch. Sie selbst ist in der DDR geboren und als Kind der so genannten Dritten Generation in Ostberlin aufgewachsen. Die Erfahrungen ihrer Eltern und die Erzählungen aus einem Leben in Unfreiheit haben sie nachhaltig politisch geprägt.

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Nach ihrem Treffen mit Roland Jahn, dem Chef des Stasi-Unterlagenarchivs, zeigt sich Luise beeindruckt von diesem Ort: „Die Sammelwut dieses Regimes ist einfach unvorstellbar. Jeder Brief, jede Korrespondenz mit dem Westen, jeder noch so minimal Auffällige ist in das Visier dieses Apparats geraten. Heute sind noch immer sind tausende Akten und Schnipselsäcke nicht erschlossen. In diesen Papierbergen aber stecken die Leben und Geschichten von so vielen BürgerInnen in Deutschland. Geschichten, die uns helfen, zu verstehen, wie perfide und menschenverachtend dieses System war. Vor allem aber gefällt mir Roland Jahns Ansatz, aus der ehemaligen Zentrale der Staatssicherheit in Berlin-Lichtenberg einen „Campus der Demokratie“ zu machen. Nur so bleibt Geschichte und das, was wir daraus lernen müssen, lebendig! Es war dieser Ort, an dem sich vor 25 Jahren DemonstrantInnen Zugang zu den Akten der Stasi verschafften, bevor sie vernichtet werden konnten und somit einen wertvollen Beitrag für die Demokratie und Aufarbeitung leisteten.“

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