Bundestagsantrag: Asylsuchende auf ihrem Weg in Arbeit und Ausbildung unterstützen

Seit November 2014 gilt für Asylsuchende ein erleichterter Zugang zum Arbeitsmarkt – zumindest auf dem Papier. Bund und Länder hatten sich darauf geeinigt, um die Situation für die steigende Zahl an Flüchtlingen zu verbessern. Bisher hält der Bund seinen Teil der Abmachung leider nicht ein, denn faktisch fehlt es derzeit an der nötigen Unterstützung, um diesen Anspruch Wirklichkeit werden zu lassen. Solange nicht genügend Ressourcen für den Erwerb der deutschen Sprache, Anerkennung im Ausland erworbener beruflicher Qualifikationen und Beratung und Vermittlung in Arbeitsagenturen und Jobcentern zur Verfügung gestellt werden, läuft der erleichterte Arbeitsmarktzugang ins Leere. Nur eine Qualifizierungsoffensive für Flüchtlinge, Geduldete und AsylbewerberInnen kann das ändern.

Die Bundesregierung hält es jedoch nicht für nötig, die Bundesagentur für Arbeit durch zusätzliche Haushaltsmittel bei dieser Aufgabe zu unterstützen, wie sie in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mitteilte: Antwort Kleine Anfrage 184031. Das ist fahrlässig. Anstatt die Potenziale der Asylsuchenden leichtfertig zu vergeuden und sie so ihrer Integrationschancen zu berauben, sollten ihre Qualifikationen und Fähigkeiten von Anfang an erfasst und wo nötig ausgebaut werden.

Morgen, am 11.06.2015, wird der Antrag „In die Zukunft investieren – Asylsuchende auf ihrem Weg in Arbeit und Ausbildung Unterstützen“ von der Grünen Fraktion in den Bundestag eingebracht. Er ist hier nachzulesen: Antrag Arbeit und Ausbildung für Asylsuchende