Gesellschaft, Kunst und Politik – drei Tage volles Programm in Kiel

Drei Tage volles Programm! In ihrer kurzen Zeit zwischen Wochenende und Feiertag konnte Luise erneut das politische Leben ihrer Lieblingsstadt Kiel unter die Lupe nehmen – mit vielen spannenden Gesprächspartner*innen.

kulturgrenzenlosBesonders angetan war Luise von dem großartigen Engagement einiger Studierender der Uni Kiel, die mit ihrer NGO kulturgrenzenlos.eV. ein Tandemprojekt für Geflüchtete und Studierende auf die Beine gestellt haben. In kompletter Eigenregie und fast ohne finanzielle Unterstützung wurden über 400 Menschen zusammengebracht, die nun in regelmäßigen Abständen gemeinsam Dinge unternehmen, die Sprache lernen, sich austauschen und Spaß haben. Immer mehr Geflüchtete melden sich bei der Organisation, um in einen Austausch zu kommen. Gesucht werden also noch Studierende, die Lust haben auf einen Austausch. Mitmachen ist ganz leicht: Einfach das Antragsformular ausfüllen und zu einem der Treffen gehen.

Innenminister Studt

Als Mitglied des Innenausschuss des Deutschen Bundestages ist Luise natürlich auch der Kontakt zum schleswig-holsteinischen Innenminister Stefan Studt wichtig. Der Austausch, der gegenseitig gewünscht in regelmäßigen Abständen stattfindet, hilft Luise die Auswirkungen der Bundespolitik auf die Länder besser nachzuvollziehen. Bei ihrem Gespräch mit dem Innenminister ging es vor allem um die Einschätzung der Bundesregierung, dass nun dauerhaft weniger Flüchtlinge in Deutschland ankommen – vor dem Hintergrund der Instabilität der EU-Türkei-Vereinbarung eine gewagte These, war man sich einig.

csm_10__Landesgedenkstaettentagung_dfc83d8eebZur Arbeit einer grünen Bundestagsabgeordneten aus Kiel gehört selbstverständlich auch der regelmäßige Austausch mit der grünnahen Heinrich-Böll-Stiftung in Schleswig-Holstein. In einem Gespräch mit dem Geschäftsführer der Böll-Stiftung Heino Schomaker erfährt Luise über anstehende Projekte und Veranstaltungen, vor allem auch über die Arbeit im Flüchtlingsbereich. Am 10.06. ist Luise im Rahmen der 10. Landesgedenkstättentagung als Referentin zu der Tagung „Nie Wieder Krieg. Nie Wieder Ausschwtiz. Erinnerungskultur, Pazifismus und Militär heute“ in Kiel eingeladen. Informationen zu der Tagung gibt es hier.

Das Informieren der eigenen Parteimitglieder und Aktiven über bundespolitische Entwicklungen in der Flüchtlingspolitik ist wesentlicher Bestandteil der Arbeit von Luise. Auf Einladung der Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft Migration und Flucht berichtet Luise über die beschlossenen Asylpakete und die Auswirkungen des von der Bundesregierung geplanten Integrationsgesetzes.

In regelmäßigen Abständen trifft sich Luise mit der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Kiel. Empfangen wurde Luise von Herrn Knapp, dem neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung, der Gruppenleiterin der Arbeitsgruppe Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen, Frau Ihnenfeldt und dem Arbeitsmarktexperten Michael Trowe, der Luise einen detaillierten Überblick über die Arbeitsmarktlage in Kiel gab. Mehr dazu hier: Arbeitsmarktlage Kiel. Mit der Einrichtung einer Arbeitsgruppe zur Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen sollen Kompetenzen der geflohenen Menschen erhoben und die passende Praktika, eine Ausbildung oder ein Studium gefunden werden. Eine echte Arbeitsmarktintegration ist wichtiger Schritt für Flüchtlinge hin zu einem selbstbestimmten Leben.

THW Herr Hansen 03.05.2016Ein Besuch bei der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk Küste in Kiel war lang geplant. Landesbeauftragter Hansen führte Luise sehr anschaulich die Strukturen des THW vor Augen. Bemerkenswert sind die 80.000 ehrenamtlichen Helfer*innen, die die Leistungsfähigkeit bei Einsätzen im In- und Ausland gewährleisten. Zu den zahlreichen Einsätzen im Ausland, so auch in Flüchtlingslagern an der syrischen Grenze, bereitete das THW 2015 die ersten Quartiere für Flüchtlinge in Schleswig-Holstein vor und trug somit zur schnellen Versorgung von Flüchtlingen bei. Gleichzeitig wird das THW auch bei der Integration von Flüchtlingen aktiv, indem sie junge Geflüchtete in ihre Ortsgruppen aufnehmen und zu Helferinnen und Helfern ausbilden.

 

StadtteilnetzwerkAuf Einladung des Forums für Migrantinnen und Migranten der Stadt Kiel durfte Luise von ihren Reisen an die europäischen Außengrenzen, vor allem nach Lesbos und Idomeni, berichten. Anstoß hierzu gab die Europaunion Schleswig-Holstein. Auch das Stadtteilnetzwerk Holtenau mit dem Luise bereits im Dezember eine Weihnachtsaktion für Flüchtlingskinder auf die Beine gestellt hat, lud Luise ein, um über diese Reisen und die aktuellen Entwicklungen in der europäischen Flüchtlingspolitik zu berichten. Die vielen Fragen der Gäste machten erneut deutlich, wie sehr das Thema auch die Kielerinnen und Kieler bewegt und wie groß das Unverständnis über die fehlende Solidarität unter den EU Mitgliedsstaaten bei der Aufnahme von Flüchtlingen ist.

Im März besuchten Schülerinnen und Schüler des Regionalen Berufsbildungszentrums Technik in Kiel Luise im Bundestag. Bei ihrem Gegenbesuch konnte Luise nicht nur in einen politischen Austausch mit einer Vielzahl von Schülern kommen, sondern auch selbst Einblick in einen technischen Beruf nehmen – zum Beispiel in den Beruf der Zerspanungsmechaniker*in, die durch Drehen, Bohren, Fräsen und Schleifen kleine raffinierte Bauteile oder schöne Dinge, wie Schachfiguren, herstellen.

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TGSHWie auch schon zu ihrer Zeit als Landtagsabgeordnete legt Luise Wert auf einen intensiven und regelmäßigen Austausch der „Praktiker“ der Türkischen Gemeinde Schleswig-Holstein. Im Gespräch mit dem Vorsitzenden Cebel Kücükkaraca wurde die aktuelle Türkeipolitik der EU diskutiert. Im Anschluss daran konnte Luise sich einen Überblick über die Arbeit der verschiedenen Projekten machen, die nun auch in den neuen größeren Räumlichkeiten am Vinetaplatz in Gaarden unter einem Dach vereint sind. Darunter das Projekt Farbenfroh – Kinderbücher bunter schreiben, das Projekt PROvention gegen religiös motivierten Extremismus oder das Projekt ELMA zur Eingliederung von langzeitarbeitslosen Menschen in den Arbeitsmarkt.

muEinen schönen Abschluss dieser Tage in Kiel führte Luise in die Muthesius Kunsthochschule. Dort konnte Luise die im Rahmen eines Wettbewerbes eigens für die Gestaltung des Vorplatzes angefertigten Modelle einiger Studierender bestaunen. Mit der Gewinnerin des Wettbewerbes Regine Schulz traf sich Luise. Der „Schmuckplatz“, wie der Vorplatz der Kunsthochschule im historischen Kiel hieß, wird künftig von zwei ungleich aufeinander liegenden Stahlringen mit einem Durchmesser von 18 Metern eingefasst. Die Skulptur soll die freie Zeichnung symbolisieren. Zwei Kreise, die nie gänzlich identisch sind, werden sie von freier Hand gemalt. In der Symbolik liegt aber auch das freiheitliche Selbstverständnis von Kunstschaffenden.