Flüchtlingspolitik in Sachsen: Luise besucht Bautzen

Auf Einladung von Peter Kilian Rausch, dem Geschäftsführer des mittlerweile sehr bekannten Spree Hotels, besucht Luise Bautzen und machte sich in Gesprächen mit der Initiative „Bautzen bleibt bunt“ über die Flüchtlingspolitik in Bautzen kundig. Das Spree Hotel Bautzen ist seit wenigen Monaten umfunktioniert zu einer Flüchtlingsunterkunft. Seither gibt es immer wieder Ärger seitens der BürgerInnen über die Nutzung des Hotels, viele Flüchtlinge auf der anderen Seite haben Angst nach Bautzen zu fahren, da ihnen bereits in der Vergangenheit zu viel Ablehnung begegnet sei. Auch Peter Rausch erfährt diese Ablehnung. Als einziger Betreiber hat er damals auf eine Ausschreibung der Stadt Bautzen reagiert, die dringend nach Wohnraum für Flüchtlinge suchte.  Da ihm die Hotelgäste ausblieben, war die Umnutzung für den Geschäftsführer willkommen. Der Vorwurf, Peter Kilian Rausch, würde sich an der Flüchtlingssituation bereichern, taucht dabei immer wieder auf. Nach ihrem Besuch sagt Luise: „Dieser Vorwurf, vor Allem wenn er seitens der Politik kommt, ist absurd und unverschämt. Von der Pauschale, die Herr Rausch, wie jeder andere Betreiber auch, für die Unterbringung von Flüchtlingen erhält, wird auch dafür verwendet, Fahrräder anzuschaffen, Sozialbetreuung anzubieten und manchmal auch dann Familien weiter in dem Hotel wohnen zu lassen, wenn es Schwierigkeiten gibt eine geeignete Anschlusswohnung zu finden. Damit kompensiert das Spree Hotel viele Aufgaben, die die kommunale, aber auch Landes- und Bundespolitik vertrödelt.“

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Besonders das Gespräch mit syrischen Flüchtlingen machte erneut deutlich, dass das Bundesamt nach wie vor überfordert ist mit der Bearbeitung von Asylanträgen. Alle Syrer, die Luise in Bautzen getroffen hat warten seit über einem halben Jahr auf die Anhörung im Bundesamt und die Bescheidung ihres Asylverfahrens. Vom im schwarz-roten Koalitionsvertrag ausgegebenem Ziel, die Anträge innerhalb von 8 Monaten bearbeitet zu haben, ist man also noch meilenweit entfernt. Deswegen fordert die Grüne Bundestagsfraktion seit langem schon mehr Personal im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

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