Für ein faires Miteinander: Von den Grenzen Europas bis nach Eckernförde

Auf der Podiumsdiskussion zur Europäischen Flüchtlingspolitik am 13.05.2014 traf Luise den Bürgermeister von Eckernförde Jörg Sibbel und Shafiq Feyzi von „Jugendliche ohne Grenzen“ aus Kiel.

Bereits mit 13 Jahren floh Shafiq aus Afghanistan. Im Rahmen dieser Begegnung berichtete er von seinem langen, von Pein geplagten Weg. Die vorherrschende Perspektivlosigkeit und Hoffnung auf ein würdiges Leben trieben ihn über Jahre hinweg nach vorn. Es zeugt von wahrer Größe, dass er uns an diesem Tag an seinem Schicksal teilhaben lässt, dass er sich bei „Jugendlichen ohne Grenzen“ für eine Verbesserungen der dramatischen Lage anderer Flüchtlinge einsetzt und von seinem starken Willen und der tiefen Überzeugung, aus der heraus Shafiq die Kraft schöpft und kommuniziert: „Menschen sind nicht illegal.“

Auf dem Podium diskutierten Luise und Bürgermeister Jörg Sibbel Probleme und Lichtpunkte der Asyl- und Flüchtlingspolitik, schlugen den Bogen von Europa bis nach Eckernförde und leuteten durch das Ende der Diskussion letztlich erst den Anfang ein: Zahlreiche Anfragen nach Möglichkeiten von Bündnis zwischen Politik, Verbänden und sozialem Engagement aus der Bevölkerung fielen an diesem Abend auf fruchtbaren Boden. Die Diskussion setzte Zuhörer und Ideen in Bewegung.

Shafiq durchlitt, was unvorstellbar scheint. Doch Resignation kam für den jungen Afghanen nicht in Frage: Heute macht der 23 jährige Schüler seine mittlere Reife an der RBZ Wirtschaft in Kiel und setzt sich dafür ein, dass auch andere, deren Schicksal dem seinen gleichen, diese Chance erhalten.

Veranstaltung Eckernförde Mai 24

Foto v.l.: Luise Amtsberg MdB, Jörg Sibbel (Bürgermeister), Joschka Knuth (Grüne), Shafiq Feyzi (Jugendliche ohne Grenzen)

 

Eckernförde 2 Mai 14

 

Europaveranstaltung_in_Eckernfoerde__13_Mai