Vorrangprüfung abschaffen und Flüchtlinge schnell in den Arbeitsmarkt integrieren

In vielen Branchen, so zum Beispiel der Gastronomie, Pflege oder dem Handwerk, werden dringend Arbeitskräfte gesucht. Doch nach wie vor sind AsylbewerberInnen und ArbeitgeberInnen an die so genannte Vorrangprüfung gebunden. Diese besagt, dass Arbeitgeber erst dann Flüchtlinge, die zudem mindestens seit 15 Monate in Deutschland leben müssen , einstellen dürfen wenn nachweislich keine deutsche oder europäische Arbeitskraft zur Verfügung steht. Diese Benachteiligung von Flüchtlingen ist nicht nur integrationspolitischer Nonsens, sie ist auch mit enormer Bürokratie verbunden. Möchte nämlich ein Arbeitgeber einen Asylbewerber einstellen, ist er in der Pflicht der Agentur für Arbeit den Nachweis zu erbringen, dass es keine vergleichbare deutsche Arbeitskraft gab. Für viele ArbeitgeberInnen stellt dies eine zu hohe Hürde dar.

Luise fordert daher die vollständige Abschaffung der Vorrangprüfung für AsylbewerberInnen. Die frühe Möglichkeit der Arbeitsaufnahme in allen Branchen helfen bei einer schnellen Integration und sorgen dafür, dass Schutzsuchende schnell ein selbstbestimmtes Leben außerhalb von Gemeinschaftsunterkünften und Erstaufnahmeeinrichtungen führen können.

Luise kommentiert die Vorrangprüfung im Deutschlandfunk und wird auf Tagesschau.de zitiert.