Hafenöffnung für die Maersk Etienne – Offener Brief an die maltesische Regierung

Vor über einem Monat, am 05. August, hat der unter dänischer Flagge fahrende Öltanker MAERSK ETIENNE 27 Menschen aus Seenot gerettet. Seit über einem Monat sitzen die Menschen vor den maltesischen Hoheitsgewässern an Bord fest und warten auf einen sicheren Hafen. Die Lage an Bord des Schiffes wird zunehmend dramatisch: Am Wochenende sprangen drei Personen verzweifelt über Bord. Malta hat die Rettung der 27 Menschen koordiniert, daher ist es die Pflicht Maltas, einen sicheren Hafen nach internationalem Recht zuzuweisen, was bisher nicht erfolgt ist. Dies ist der bis dato am längsten anhaltende Vorfall dieser Art auf dem Mittelmeer vor der europäischen Küste. Wir sind zutiefst besorgt über die aktuelle Situation an Bord und den Gesundheitszustand der Geretteten. Ein Handelsschiff ist nicht dafür ausgestattet, über einen längeren Zeitraum Schutz und Nahrung für Gerettete zu bieten und kann daher niemals ein sicherer Ort sein. Die Geretteten auf der MAERSK ETIENNE werden seit über vier Wochen ihrer Grundrechte beraubt. Wir fordern Sie dringend auf, dieser inakzeptablen und unmenschlichen Situation sofort ein Ende zu setzen und die Menschen in Malta von Bord gehen zu lassen. Seien Sie versichert, dass wir unsere Unterstützung für eine faire, solidarische und zügige Verteilung unter den EU-Mitgliedstaaten auch in Zukunft fortsetzen werden und diesbezüglich auch eindringlich an die deutsche Bundesregierung appellieren werden.

Gemeinsam mit Kolleg*innen aller demokratischen Fraktionen im Bundestag als Parlamentsgruppe Seenotrettung hat Luise sich gestern mit einem offenen Brief an die maltesische Regierung mit der dringenden Bitte um Hafenöffnung für die MAERSK ETIENNE gerichtet.

Den Brief könnt ihr hier nachlesen.

Evangelisch.de berichtete.

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