Gespräch mit der Agentur für Arbeit Kiel

In ihrer Wahlkreiswoche in Kiel traf Luise dieses Mal mit Wolf-Dieter Schmidtke-Glamann, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Kiel, zusammen. Neben grundlegenden Fragen über die Situation des Arbeitsmarktes in Kiel, richtete Luise ihren Schwerpunkt auf Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und Flüchtlinge in Kiel. Beim Austausch über Potenziale und Probleme von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte führt Herr Schmidtke-Glamann allen voran die Bedeutung der Sprache an und betont, dass Sprachkompetenz der Grundstein für die berufliche Karriere darstellt. Das Potenzial von Migrantinnen und Migranten sind unverzichtbar für den deutschen Arbeitsmarkt. Um den Weg zum Beruf ordentlich zu pflastern, braucht es deutlich mehr Förderung. Es gibt eine ganze Reihe von Baustellen, die Luise und Wolf-Dieter Schmidtke-Glamann in den Blick nehmen – wie etwa das deutsche Rentensystem, die dem demographischen Wandel nicht ausreichend Rechnung trägt, die Freizügigkeit und damit verbunden die Zuwanderung aus Osteuropa, welche das Potenzial hat dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken,  aber auch das Gesetz zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen, das nach zweijähriger Anwendung in der Praxis als „Flopp“ enttäuscht. Als Mitglied des Petitionsausschuss hat Luise häufig mit Beschwerden gegen die Agentur für Arbeit zu tun und spricht deshalb auch kritisch den Umgang mit Klienten an. Beim Gespräch bleibt die Selbstkritik nicht auf der Strecke – „hausgemachte“ Fehler, das ist Wolf-Dieter Schmidtke-Glamann bewusst, bleiben nicht aus. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit formuliert daher wiederholt die Bitte, mit Kritik an ihn heranzutreten – nur so könne konstruktiv ein gemeinsamer Weg gefunden, geschürte Ängste gelöst, Unzufriedenheit und Misstrauen schneller abgebaut und derart neue Fahrt aufgenommen werden. Auf der anderen Seite darf man die Situation der MitarbeiterInnen, die Menschen häufig in prekären Lebenslagen antreffen und beraten müssen, nicht ausblenden.