Fischereipolitik wird auch auf dem Teller entschieden

Die schleswig-holsteinische Bundestagsabgeordnete Luise Amtsberg begrüßt die Reform der gemeinsamen EU-Fischereipolitik als Erfolg. Die Fischquoten müssen nun auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sein, was eine Erholung der Bestände ermöglicht. Außerdem nimmt sich die Reform zum Ziel, den Beifang weiter zu reduzieren. Für Nordsee und Nordostatlantik haben sich die EU-Fischereiminister darauf geeinigt, dass 2014 mehr Makrelen und Schollen gefangen werden dürfen als im Vorjahr, die Quoten für Kabeljau und Seelachs werden hingegen reduziert.

„Auch der WWF stimmt diesen Fangmengen laut einer Pressemitteilung im Grundsatz zu, da diese endlich wissenschaftlichen Empfehlungen folgen. Immerhin hatten die bisherigen Schutzbemühungen um eine nachhaltige Fischereipolitik den Erfolg, dass es heute wieder mehr Schollen und Makrelen in der Nordsee gibt. Beim Hering sind die Quoten aber beispielsweise immer noch zu hoch. Doch ist es wichtig, dass das Augenmerk des Meeresschutzes nicht nur auf die kommerziell nutzbaren Fischarten richtet, sondern das man gesamte Ökosystem im Auge hat. Hier ist der Schutz der Lebensräume auch vor zerstörerischen Fangmethoden ein wichtiger Faktor.

In sofern sehe ich auch in den freiwilligen Vereinbarungen, die der schleswig-holsteinische Umweltminister jetzt mit den Ostseefischern zur Reduzierung der Stellnetze getroffen hat, einen Schritt in die richtige Richtung zum Schutz von Schweinswalen und Meeresenten, die in den Stellnetzen qualvoll ertrinken. Die Einhaltung der Vereinbarung und ihr Erfolg müssen nun konsequent kontrolliert werden. Die Entwicklung naturschonenderer Fangmethoden ist unabdingbar.

Letztlich zeigt sich jedoch, dass wir unser Konsumverhalten daran anpassen müssen, was für die Meere vor unserer Haustür zuträglich ist. Wir Verbraucher haben eine große Macht, gerade was die nachhaltige Fischerei angeht, in dem er z.B. Produkte aus nachhaltiger Fischerei mit dem MSC-Siegel kauft. Ohne diesen Druck wären wir nicht so weit, wie wir es heute sind.“