Statement im MDR und der Welt zur unterschiedlichen Asylpraxis in den Bundesländern

Die WELT berichtet darüber, dass Asylanträge in Deutschland je nach Bundesland sehr uneinheitlich entschieden werden. So sind die Ablehnungsquoten für manche Nationalitäten in einigen Bundesländern höher als in anderen. Während in Hamburg zum Beispiel 43,4 Prozent der Asylanträge abgelehnt wurden, waren es in Niedersachsen lediglich 26,5 Prozent.

Dies kritisiert Luise wie folgt: „Auch für Flüchtlinge aus Staaten mit hohen Anerkennungschancen wie Afghanistan und Iran ist die Anerkennungsquote offensichtlich abhängig vom Zuweisungsort in Deutschland. Das Asylverfahren darf aber nicht zu einer Lotterie werden.“

Auch der Mitteldeutsche Rundfunk greift das Thema auf.

Das die mehr oder weniger chancenreichen Flüchtlinge in verschiedenen Bundesländern leben, hält Luise Amtsberg, Bundestagsabgeordnete der Grünen, für abwegig: „Wir haben ja teilweise Ablehnungen von über 40 Prozent und in einem anderen Bundesland nur 20 bei bestimmten Nationalitäten. Ich glaube, dass es einen Spielraum gibt. Vielleicht müsste man darüber nachdenken im Interesse des Asylsuchenden, diesen Spielraum enger zu fassen.“