Luise besucht Lübecker Synagoge

136 Jahre ist die Lübecker Synagoge nun alt. Sie hat die Reichspogromnacht überstanden weil sie aufgrund der dichten Bebauung in der Lübecker Altstadt nicht, wie viele andere Synagogen, von den Nazis niedergebrannt wurde. Vor wenigen Jahren war die Synagoge einsturzgefährdet und dann haben sich Bund, Land und ein privater Investor zusammengetan und die Sanierung der Synagoge auf den Weg gebracht. Weil nun aber der private Investor abgesprungen ist, bleiben auch die Finanzierungen von Bund und Land weg. Der Winter naht und das Dach der Synagoge ist undicht, die Wände schimmeln bereits, das heißt, die Zeit drängt.

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Über Ihren Besuch in der Lübecker Synagoge sagt Luise: „Der Besuch Hier vor Ort hat mich sehr traurig gemacht. Hier ist seit Jahrzehnten fast nichts geschehen um das Gebäude in Stand zu setzen. Ich frage mich ehrlich: Ist es wirklich so, dass unsere historische Verantwortung und unser politischer Auftrag, jüdisches Leben in Deutschland und Schleswig-Holstein zu fördern, bürokratischen Argumenten nachsteht? Diesen Anschein macht es für mich. Trotz des Herausziehens des privaten Investors sucht der Bund nicht nach einer neuen Lösung. Das geht so nicht. Ich will, dass Bund und Land die Sanierung übernehmen und die 700 Mitglieder der jüdischen Gemeinde in Lübeck einen Ort zum beten, feiern, lernen und leben haben! Hierfür werde ich mich einsetzen.“

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