Wahlkreiswoche Kiel September

Ich durfte diese Woche den THW Kiel besuchen. Natürlich berührt Corona auch den Spitzensport. Ausverkaufte Hallen gibt es seit Anfang März nicht mehr. Das ist vor allem für den Handball hart, denn dieser lebt zu einem Großteil von den Ticketverkäufen,  anders als der Fußball, der deutlich mehr TV- und Sponsorengelder bekommt. 

Für mich war der Austausch wichtig denn es zeigt sich auch, dass das Konjunkturpaket der Bundesregierung große Schwächen hat. Der THW hat ziemlich früh damit begonnen, vorbeugend Ausgaben zu minimieren um gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen und Sportler*innen durch die Krise zu kommen. Das hat aber dazu geführt, dass sie aus den Unterstützungsmaßnahmen der Bundesregierung rausgefallen sind. Ziemlich unsinnig, wie ich finde. Denn wir brauchen diesen Verein, wir brauchen den Sport, den Spitzensport und wir sind noch lange nicht raus aus der Krise. Auch die kommenden Monate werden zur Belastungsprobe werden. 

Seit Donnerstag wird übrigens wieder gespielt. Mit Auflagen, wenig Publikum und größtmöglicher Sicherheit im Sinne der Pandemiebekämpfung. 

Viel Erfolg an die Zebras und danke für die schöne Maske.

Immer wenn ich an der Fachhochschule Kiel bin, bekomme ich wieder Lust aufs Studieren. Eine Hochschule direkt am Meer ist schon cool genug, aber gerade die Ideen des neuen Präsidenten, Prof. Dr. Björn Christensen, machen mich neugierig. Von start up office, Kultur bis Stadtteilentwicklung, der ganze Campus ist eine riesige Chance für unsere Stadt. Aber leider ist es noch immer so, dass wir unsere Förde in Kiel nicht als verbindend sondern eher als trennend erleben. Ich finde, die Fähren in Kiel sollten häufiger und deutlich länger fahren damit die Mobilität zwischen Ost- und Westufer verbessert wird.

Besonders beeindruckt hat mich, wie die Hochschule mit Corona umgegangen ist. Innerhalb von wenigen Tagen wurde der Hochschulalltag auf digital umgestellt. Fast alle Lehrveranstaltungen haben stattgefunden oder wurden später in Blockveranstaltungen nachgeholt, sodass auch die Prüfungen regulär stattfinden konnten. Auch die Abschlussquote war fast gleichbleibend. Die Studienanfänger*innen hatten es natürlich schwer, weil es kaum physischen Kontakt untereinander gab und davon lebt der Studienalltag nunmal. Die Fachhochschule hat sich deshalb entschlossen, das kommende Semester als Hybrid zu organisieren. Natürlich auch mit entsprechendem Hygienekonzept. Danke für den Austausch!

Außerdem habe ich mich mit dem Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein ausgetauscht, habe im Radio beim Deutschlandfunk zum neuen Migrationspakt der EU diskutiert, habe am Friesengremium teilgenommen, bin mit Fridays for Future auf der Straße gewesen und durfte bei meinem Lieblingskreisverband Grüne Kiel im Rahmen eines virtuellen Treffens  über Moria und das europäische Asylsystem sprechen.

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