Menschenleben auf dem Mittelmeer retten!

Die EU muss endlich mehr für die Rettung von in Seenot geratenen Menschen auf dem Mittelmeer tun, keine Frage. Im Moment leisten hier Ehrenamtliche beinah Übermenschliches. Allein vergangenes Osterwochenende wurden über 8000 Menschen auf dem Mittelmeer zwischen Libyern und Italien gerettet. Dass dabei mehrere zivilgesellschaftliche Rettungsschiffe in Seenot geraten waren und zum Teil über ihre Belastungsgrenzen hinaus um das Überleben der Schiffbrüchigen kämpfen mussten, ist ein Armutszeugnis für die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Es braucht endlich gemeinsame Anstrengungen der europäischen Staaten zur Seenotrettung – wir dürfen diese Aufgabe nicht mehr länger nur den Ehrenamtlichen aufbürden. Aber auch und vor allem brauchen wir endlich legale Wege in die EU, um Schleppern und Schleusern die Geschäftsgrundlage zu entziehen und damit Menschen nicht mehr in ihrer Verzweiflung auf seeuntaugliche Boote steigen müssen. Langfristig müssen wir unsere Handels-, Agrar- und Entwicklungspolitik so gestalten, dass wir nicht täglich neue Fluchtgründe schaffen, sondern Fluchtursachen nachhaltig bekämpfen.

 

Luises Statement wurde von der Welt aufgegriffen.

 

 

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