Keine Abschiebung von unbegleiteten Minderjährigen nach Marokko!

Die Bundesregierung plant auch unbegleitete Minderjährige abzuschieben. Dafür will sie Zentren in Marokko einrichten, in die die Jugendlichen zurückgebracht werden. Auch wenn sich die Planungen hierfür nach Aussage des Innenministeriums noch in einem frühen Stadium befinden, zeigt der Vorstoß mal wieder sehr deutlich die fehlgeleitete Tendenz der Bundesregierung.

Natürlich ist es begrüßenswert, wenn sich die Bundesrepublik vor Ort in Marokko für benachteiligte Minderjährige einsetzen möchte. Wenn der Ausbau medizinisch-pädagogischer Betreuung und schulischer, beruflicher Ausbildung dazu führen, dass weniger Kinder und Jugendliche in die Flucht gezwungen werden, dann ist ein richtiger Ansatz. Wenn die Unterstützung vor Ort aber gleichzeitig dem Ziel Jugendliche aus Deutschland ins vermeintlich sichere Marokko abschieben zu können verknüpft wird, dann können auch die gut gemeinten Ansätze keinen Erfolg erzielen. Hier zeigt sich leider erneut: Was die Bundesregierung mit dem Label der Fluchtursachenbekämpfung versieht ist weder an Menschenrechten und in diesem Fall dem Kindeswohl noch an einer nachhaltigen Entwicklung orientiert, sondern dient leider nur der Abschottung.

Die Antwort der Bundesregierung auf Luises schriftliche Frage könnt Ihr hier nachlesen.

Die Süddeutsche Zeitung, taz, die Zeit, die Heilbronner Stimme, der Stern und die Junge Welt haben hierzu berichtet.

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