Darum-Grün-Tour Woche #2

In der zweiten Woche gab es auf der gemeinsamen Tour von Luise und Konstantin viele Highlights: der Besuch von Cem Özdemir in Kiel, die Begegnung mit Flughund Foxie in Bad Segeberg, eine Bootstour mit der DLRG und vieles andere mehr.

22.8. Lübeck und Scharbeutz

Unser Tag an der Lübecker Bucht steht ganz im Zeichen des Meeres. Zunächst geht es um Plastikmüll. Jährlich gelangen bis zu 8 Millionen Tonnen Plastik in die Meere. Mit der Seekuh hat die Werft Lübeck Yacht zusammen mit dem Verein One Earth One Ocean einen Katamaran gebaut, der einen Teil des Mülls wieder aus dem Meer fischen kann. Das Schiff zieht dafür ein oder mehrere Netze hinter sich her und fährt dabei so langsam, dass Fische rechtzeitig davonschwimmen können und nicht als Beifang mit ins Netz geraten. Die einfachste Lösung ist aber natürlich, von vornherein zu verhindern, dass der Müll ins Meer gelangt.

  • Till Schulze-Hagenest erklärt Luise und Konstantin die Funktionsweise der Seekuh.
  • Die Seekuh ist dafür konstruiert, Küstengewässer von Plastikmüll zu befreien.

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Grüne Position zum Umweltschutz

In Scharbeutz eröffnen Luise und Konstantin die Küstenbegrünung, bei der grüne Freiwillige ihren Urlaub „opfern“, um Wahlkampf an den Stränden Schleswig-Holsteins zu machen. Was kann es schöneres geben? Für die Sicherheit an diesen Stränden ist meist die DLRG verantwortlich. In Scharbeutz kümmern sich 70 Ehrenamtliche aus ganz Deutschland um einen 20km langen Strandabschnitt. In 90 Sekunden erreichen sie von ihren Posten die Unfallstelle im Wasser.

Ehrenamtliches Engagement ist nicht nur am Strand ein wichtig, sondern auch bei der Feuerwehr, dem THW oder im Sportverein. Wir finden deshalb, dass das Ehrenamt gestärkt und gefördert werden muss: Durch Aufwandsentschädigungen, Unterstützung bei der Ausbildung, Investitionen in Gerätschaften oder durch eine Engagement-Karte, mit der Ehrenamtler vergünstigten Zugang zu öffentlichen Einrichtungen erhalten.

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23.8. Cem Session in Kiel

Gemeinsam mit Cem Özdemir besucht Luise das Geomar in Kiel. Es ist immer wieder faszinierend, welche Erkenntnisse die Forschung über das Leben in den Ozeanen, den Klimawandel oder die Ressourcen in der Tiefsee im wörtlichen Sinne zutage fördert. An dieser Stelle ist der Meeresatlas von der Böll-Stiftung und der Kieler Forschungsgruppe Ozean der Zukunft dringend als Lektüre zu empfehlen. Da er einen verständlichen Überblick über die Herausforderungen im Umgang mit unseren Meeren liefert.

Am Abend steht die Cem-Session im Blauen Engel an. Viele Kieler kommen und stellen dem Spitzenkandidaten ihre Fragen: vom Dieselskandal, der auch in Kiel zu Fahrverboten führen könnte, über den Weg raus aus der Kohle bis zum Umgang mit der Türkei.

24.8. Bad Segeberg

Flughunde füttern, Schweine, Pferde und Hunde streicheln. So macht Wahlkampf Spaß, aber natürlich hat alles auch einen ernsten Hintergrund. Im Noctalis erfahren wir, dass die Fledermäuse pro Wurf nur ein Baby bekommen. Ihre Lieblingsspeise sind Insekten und hier fangen schon die Probleme an. Denn durch den massenhaften Einsatz von Pestiziden erleben wir ein Insektensterben unbeschreiblichen Ausmaßes. Den Fledermäusen fehlt genauso wie vielen anderen Tieren die Nahrungsgrundlage. Kurz gesagt: die industrielle Landwirtschaft beschleunigt das Artensterben rapide.

  • Selfie mit Foxie dem Flughund bei Noctalis in Bad Segeberg
  • Landwirtschaft zum Wohlfühlen auf Hof Hohlegruft
  • Hier leben die Schweine an der frischen Luft und dürfen ihren Ringelschwanz behalten
  • Das Angler Sattelschwein ist eine alte Rasse und inzwischen sehr selten
  • Im Hofladen verkauft Familie Stoltenberg gesunde, regionale und leckere Lebensmittel. Wir wollen mehr davon: Darum Grün!

Dass es auch anders geht, sehen wir auf dem Hof Hohlegruft. Hier leben sogenannte Zweinutzungshühner. Das heißt, die Hühner legen Eier und liefern auch Fleisch. In der industriellen Tierproduktion werden die Hühnerrassen entweder zur Fleischproduktion oder zum Eierlegen optimiert. Eine grässliche Folge ist, dass jährlich über 40 Millionen männliche Küken grausam geschreddert oder vergast werden, weil sie keine Eier legen können.

25.8. Jamel rockt den Förster

Wir befinden uns im Jahr 2017. Ganz Jamel ist von Neonazis besetzt. Ganz Jamel? Nein, denn Familie Lohmeyer leistet Widerstand und organisiert jedes Jahr ein Musikfestival für Demokratie und Toleranz. Konstantin und Luise freuen sich, dass sie in diesem Jahr diesen Einsatz mit ihrem Besuch unterstützen können.

26.8. Ahrensburg

Besonders augenscheinlich werden die Probleme, die wir nach der Wahl dringend angehen müssen im Bereich des Umweltschutzes. In Ahrensburg besuchen Luise und Konstantin deswegen das Projekt InBienA und den Bienenlehr- und Schaugarten. Mittlerweile geht es Bienen in der Stadt besser als auf dem Land. Dort finden sie in den Monokulturen nur wenige andere Blüten und Pestizide setzen ihnen zu. Wir brauchen deshalb eine Agrarwende, damit die Landwirtschaft wieder im Einklang mit der Natur betrieben wird. Die Bienen arbeiten kostenlos für uns als Bestäuber von Obstbäumen. Man stelle sich nur vor, wir müssten diese Arbeit selbst übernehmen.

Dass es auch in anderen Bereich vieles zu tun gibt, offenbart eine Fahrradtour durch das soziale Ahrensburg. Steigende Mieten, zu wenig Plätze für die Kinderbetreuung – Familien stehen vielfach unter Druck. Die Grünen wollen deshalb Familien um zwölf Milliarden Euro täglich entlasten. Das Kooperationsverbot soll gekippt werden, damit der Bund Ländern und Kommunen beim Bau von Schulen, Kitas und Krippen helfen kann.

Grüne Position zu Familien

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